Pünktchen – ein Punkt auf seiner Reise durch die Welt

Der Punkt – ein Satzzeichen am aussterben

Geschichte – Wie wird ein Punkt lebendig ? 

die Geschichte entstand 1998.
Ich führte  für den Münchner Merkur ein Interview mit Peter Spielbauer, einem genialen Wortakrobaten
aus Bayern. Als ich bei Ihm zuhause saß, präsentierte er mir sein damals neues Buch und erzählte mir
plastisch wie er sich in Buchstaben und ihre wunderbaren Symmetrien verliebt habe.
Abends wurde die Welt der Wörter und Buchstaben in mir so lebendig, dass Pünktchen ihn Ihnen
herum wanderte. Und natürlich suchte er nach den tieferen Sinn hinter den Bedeutungen all dieser
Wörter. Er hat eine große Sehnsucht nach Frieden und nach Freiheit.
Nach ein paar Abenteuern findet er seinen Mut und wagt sich in die Welt jenseits der Sprache.
Diese Geschichte war Höhepunkt meiner Geschichtenerzähl Abende. Für die in China und Deutschland
prämierte Comedy Show “a star is björn” bin ich sogar in ein extra angefertigtes Pünktchen Kostüm geschlüpft.
Fragmente wurden in dem Wettbewerb von der Zeit veröffentlicht. Nach dem Gewinn des Augsburger
Kleinkunstpreises gab es eine Video Aufnahme von Pünktchen von der “Neuen Szene” Augsburg.
Obwohl oft nachgefragt, wurde sie nicht im Buch “Liebend gerne Liebend” veröffentlicht.
Es schwebte mir vor, Bilder und Animationen dazu zu kreieren, die der Liebe zu den Buchstaben und Wörtern gerecht wird.
Auch die Pläne zur Verfilmung und Animation per Macromedia wurden nicht realisiert.

Agile Publishing – Ein Punkt und ein Text haben mehr als ein Leben.

Als Künstler und Schriftsteller arbeite ich seit langen an einem agilen (“disziplinierten”) Kreativ Verfahren. Sowohl bei der Auswahl, Ideen Findung und Realisierung der Werke priorisiere ich und optimiere den Werdegang.
Neben dem Prozess liegt mir vor allem das Wie und die Freude wie Freiheit im kreativen Prozess  am Herzen. Dank meiner Ausbildung und dem Geschick im Beruf angemessene Erfolge zu verzeichnen, habe ich immer wieder für diesen Freiraum gekämpft.
Nach dem verfassen eines sehr persönlichen Kinderbuches über die Traumreisen eines Teddybären hatte ich noch während der Vorstellung die Idee, Pünktchen agil zu verfassen.
Alle drei Wochen entsteht eine neue Version. Ein minnimal Viable Product, das bedeutet in dem Rahmen eines Buches eine für sich stehende Fassung des Buches.
Versionen von Pünktchen – Eine Auswahl an veröffentlichten Lebensstationen
Release 1.0 ist eine Rohfassung des Textes.
In Retrospektive habe ich nach Verbesserungen und neuen Ideen geforscht.
Persönlich habe ich festgestellt, das diese aber außerhalb des von mir gesetzen Zeitfenster gekommen sind.
Ich habe ein Kanban Board für die verschiedenen Tätigkeiten verwendet und die Priorisierung vorgenommen.
Release 2.0 ist ein 1,5 mal 4 Meter große Papier Version mit eigenen Zeichnungen
Release 3.0
Endtermin ist September. Wobei es wirklich nicht einfach ist, zu sagen, wann ein Werk fertig ist.
Making of Pünktchen – agile publishing – Es kann ein Genug der Anerkennung geben 
Ich habe immer noch Angst vor Kritik. Ich mag das nicht, und das obwohl ich um die Kraft von konstruktiven oder ehrlichem Feedback weiß. Ich brauche also einen gewissen Schutz und meinen Rahmen, bevor ich mich dem öffne. Und was wäre es langweilig, wenn ich in meinem sicheren Atelier und Schreibtisch sitzen bleibe.
Neu ist, die Werke jetzt ins Netzt zu stellen und sich der unbekannten un-persönlichkeit dort zu stellen. Eine Einladung für persönlichen Kontakt zu öffnen.
Daher habe ich am Anfang die ersten Schritte noch im Kreis von Freunden und Verwandten präsentiert. Selbst die Vorauswahl meiner Kunden ist damit ein zum Prozess gehörender Faktor. Und je nach dem ob ich mich auf neue Leser und unbekanntes einlassen möchte oder eher im sicheren Hafen bleibe reguliere ich unbewusst und bewusst weitere Schritte des Werkes.
Passen die Werte zu mir, passen sie zu der Idee, Ist die Idee auch tauglich für sich zu stehen
Erklärungsbedürftig – Welche Antworten braucht die Freiheit ? – Alle
Ein Lieblingswort im Februar 2016. Denn die Geschichte allein blieb ein Rätsel. Die Geschichte zur Geschichte war anscheinend notwendig für manchen, damit das Interesse geweckt wird.
 
It is not  about the money
Immer wieder verfalle ich einer Illusion, dass es da irgendwo einen optimalen Job, eine optimale Aufgabe gibt, die sehr viel Freude und Spass bereitet. Und dann strebe ich zugleich nach Anerkennung. Und dann auch das Geld, als Lohn und Form dieser Anerkennung. Doch anstatt in einen weiten Raum zu gelangen, in dem vieles Möglich ist, wird mir bei dem Streben nach Gewinn eher eng und unangenehm schnell zumute. Daher achte ich wenn es mir gelingt darauf, das Erschaffen und das Vermarkten zu trennen. Obwohl in beidem Freude und Spaß liegen.
Zudem soll die Geschichte doch jeden erreichen können, und nicht nur die, die es sich leisten müssen.
Das schönste beim Erzählen einer Geschichte ist, wenn ich bemerke wie die Worte aus meinem Herzen fließen und von dort in den Herzen eines Zuhörers vernommen werden. Die Illusion unserer Trennung löst sich auf und für eine magischen Moment ist die Verbundenheit und Weite, die uns allen zu Grunde liegt zu spüren.
 
Vision
Erschaffung eines wirkungsvollen Textes und Geschichte die möglichst viele Leser berühren und auf vielfältiger Weise motiviert die eigene Freiheit in angemessenen Schritten zu genießen.

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