Der Pöt und seine Pöms

Gedichte – eine Auswahl

Über Äpfel und Könige, über das Manchmal und den eigenen Klang. Einige stehen im Gedichtband, die meisten warten noch in Notizbüchern auf ihren Moment.

Zu den Büchern

Herzlich willkommen in der Welt der Poesie

Gedichte sind mehr als Worte. Sie sind Einladungen in eine Welt voller Gefühle, Gedanken und Träume – jede Zeile ein kleiner Schritt auf einer Reise. Manchen gelingt es, in den Zwischenräumen zum Träumen einzuladen: durch die Tiefen und Höhen der Sehnsucht hinein in einen Augenblick, in dem die Welt neu betrachtet und damit neu geboren wird.

Als Sänger einer Deutschrock-Band fing ich an, Texte und Lieder zu schreiben. Seitdem sammeln sich Gedanken und Gedichte in mir. Einige haben es in das Buch „Liebend gerne Liebend“ geschafft, andere warten in unzähligen Notizbüchern auf ihren Moment. Ein paar stehen hier und warten darauf, entdeckt und genossen zu werden.

Herzlichst, Björn

Der Apfel

Ich begehre Dich
wie einen Apfel.
Rot, rund strahlend
lockt mich schon die Hülle.

Ich verzehre Dich
wie eine Frucht.
Beiße in Dein Fleisch
voll Saft und Fülle.

Verführerisch die Schale,
fruchtbar, dann der Kern.
Enthülle ich dich küssend,
vernasche Dich einfach gern.

Zeichnung zum Gedicht Der Apfel

Zusammenhänge

Frühstück bringt Glück
manchmal
Zärtlichkeit bringt Geborgenheit
manchmal
Zuneigung lindert Schmerz
manchmal
Tränen befreien
manchmal

Tod heißt auch Anfang,
Probleme sind eine Chance
und Träume, was sie sind
manchmal

Späße bringen Lachen
manchmal
Vergessen ermöglicht Weiterleben
manchmal

Küsse bringen mehr
und Sex bringt Kinder
manchmal

So fängt alles wieder da an,
wo es aufhört
manchmal

Zeichnung zum Gedicht Zusammenhänge

Find Deinen Klang

Wir machen alle kleine Schritte,
hilflos wie wir sind.
Lernen erst das Gehen,
dann das Leben als ein Kind.

Jetzt sind wir etwas größer
und wackeln nicht so sehr.
Doch sind wir noch verletzlich
und öfters sogar mehr.

Verlieren unsere Träume,
gewinnen unsere Angst.
Sie zeigt uns, wo wir finden,
was schon verloren war.

Mach Deine kleinen Schritte.
Es lohnt sich sicherlich
zum Leben Ja zu sagen,
das Neue mal zu wagen.

Find Deinen Klang, leb Deinen Traum.
Lass Deiner Freiheit ihren Raum,
denn ist der Anfang erst gemacht,
dann ist das Ende schon voll Pracht.

Zeichnung zum Gedicht Find Deinen Klang

Mit der Zeit

Der König genießt es,
seine Zeit mit seinen
Freunden zu verbringen.

Die Königin widmet
sich ihren Träumen.

Zeit für die Liebe
finden die beiden oft.

So sind sie
zu Königen
geworden,

mit der Zeit.

Zeichnung zum Gedicht Mit der Zeit

Wahnsinn

Innehalten.

Alle Ängste annehmen
Mit sich
allem was ist
sein
auf die Herzen hören
Alles darf sein
im Lauschen
der Stille

unsere Freiräume
beatmen
unverschämten Räume
beleben
dürfen
einfach Farbe sein

wesen wörtlich wärmen

Worte wärmen,
Worte befreien,
Worte erheitern,
Worte verklingen.
Erwecken unverschämte Sanftmut

leichter Wind zwischen Blättern
rascheln im Wörterwald

durch Punkt, Komma, Absatz
kurz unterbrochen
auf die nächste Seite geblättert
oder geschoben

zeigen sie sich,
verhüllt, versteckt,
meist frei.

Gebete und Segens
entfalten ihre Kraft
mit der Stimme, dem Ton und der Pause
in der wir gemeinsam wachsen
über unsere Bedeutungen hinaus.

Sind Hingabe,
verspielt,
und du willst ihre Weisheit verbinden
mit dem – was kommt und ist

Wie eine Antenne
ein Bogen und sein Ziel
sind es die jungen, ungenutzten Wörter
die uns verführen
die alten die uns halten

die, die wie wir sind als Kind
als Idee, als Traum
als unschuldige Wesen.

Verwirrung und Farben zeichnen unsere Wege
die zu gehen sind, bevor wir nur den Klang
der Worte erahnen

Es gibt nichts mehr zu tun,
nichts zu erfinden,
nichts zu erschaffen
davon zu sprechen

wir lassen das letzte Wort los
und fließen in dieses Jenseits im Diesseits
die Weite ohne Halt zu sein

gleich jetzt,
gleich hier.

Folgen wir
Intuitionen und Emotionen
nicht mehr

Glücklich sein – weil wir es geworden wagen
mit dem was ist, während wir nicht mehr sind

Wörter Geschenke

Handgeschriebenes Gedicht wesen wörtlich wärmen

Kunst-Kunden

Ein Gedicht für den Katalog der Jahresausstellung des Kunstvereins Ebersberg 2018. In derselben Ausstellung wurde meine Videoinstallation „Musen und Museen“ in der Sparte Videokunst juriert.

Die Idee, Kunst kann heilen, wirken und verändern,
passiert immer wieder, in diesem und in anderen Ländern.
Hier ist alles strukturiert, sortiert und juriert,
damit jährlich Wunder und Kunst Heil passiert.

An Kunst und Wunder mögen wir glauben.
Sind sie es oft, die uns erlauben,
sich dem Alltag hinzugeben,
alltägliches inspirierend zu erleben.

Der Katalog kommt nicht mit Kate-Lügen,
kommt mit Illusionen und bunt zu trügen.
Er kann seine eigene Wahrheit sprechen,
innere Grenzen zeigen und sanft brechen.

Kataloge können eine Loge sein,
voll von Farben, Formen, Bilderschein;
dem Erkunden der Kunst geweiht,
geschaffen und gesehen mit Zeit.

Wo steckt die Freiheit?
In jedem und jederzeit,
auf Seite eins bis hundert,
erwache und sei verwundert.

Ob Schöpfer oder Erschöpftes zählen,
kann jeder zu allen Zeiten wählen.
Vielleicht verzaubert dich ein Werk und eine Seite,
inspiriert dich ein Moment mit Weite.

Wäre Jesus ein Künstler, was würde er kunden?
Lebendige Visionen sind aus den Menschen in die Medien hinein verschwunden.
Seid selbst die Musen, die begeistert aus Museen fliehen.
Lasst uns alles mit erfüllten, liebenden Herzen sehen.

2018 – für Kunst, Künstler, Katalog und dich

Zeitungsausschnitt: Der Hofnarr spricht, Gedicht von Björn Nonhoff

Der Hofnarr spricht

Kolumne in der Ebersberger Zeitung (Münchner Merkur), 1998/1999

Gedichte zu aktuellen Neuigkeiten: Jede Woche erschien unter dem Titel „Der Hofnarr spricht“ eines meiner Gedichte – aktuell, frech und gereimt. Es ging um lokale Ereignisse und Menschen, und die Leser sollten schmunzeln und ein bisschen nachdenken.

Danke an den mutigen Redakteur und die Redaktion der Ebersberger Zeitung, dass ich eine Zeit lang Hofnarr sein durfte.

Im Bild: „Perschtentum“, eine der Kolumnen. Zum Vergrößern anklicken.

Der Poet auf der Bühne

Gedichte sind für mich vor allem Klang. Im Jahr 2000 gewann ich den Poetry Slam im Substanz, seitdem lebe ich die Worte lieber laut als leise – mit Stimme, Gesten und Pausen. Am liebsten ist mir die Stille danach und dabei.

Der Gedichtband „Liebend gerne Liebend“ hat mir kaum internationale Anerkennung eingebracht und meine Karriere auf weltweiten Bühnen nicht vorangetrieben. Ich warte auch nicht mehr darauf. Dankbar bin ich für die Momente, die ich live mit Publikum feiern durfte: im Elfenpark, in Gärtnereien, in Buchhandlungen und im Augsburger Zoo.

Lesung anfragenMehr über Auftritte

„Find Deinen Klang, leb Deinen Traum. Lass Deiner Freiheit ihren Raum.“

Gedichte zum Mitnehmen

Buchcover Liebend gerne Liebend

Liebend gerne Liebend

Märchen und Poesie

Gedichte über Liebe, Verlust, Sehnsucht und die Schönheit des Lebens – klar in der Sprache, tief im Gefühl.

Zum Buch im Shop

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Buchcover Komm mir nicht zu nah

Komm mir nicht zu nah

Gedichte und Gemaltes, 2025

Gedichte über Nähe und Distanz, Traurigkeit, Liebe und die kleinen Wunder im Alltag – zusammen mit vielen meiner Aquarelle.

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Danke fürs Lesen.